August 24, 2026
Reisnudeln aus dem Pastamaker gehören zu den Rezepten, bei denen man merkt, dass eine Nudelmaschine weit mehr kann als klassische Weizenpasta. Der Teig verhält sich allerdings völlig anders: Reis bringt kein Gluten mit, und genau deshalb braucht die Mischung etwas Unterstützung, damit aus Mehl, Stärke und Wasser überhaupt stabile Nudeln werden. Dieses Rezept ist deshalb eher etwas für Fortgeschrittene. Mit heißem Wasser, Tapiokamehl und Gelatine entsteht ein Teig, der sich im Philips Pastamaker extrudieren lässt. Das Ergebnis sind frische Reisnudeln, die sich beispielsweise als Tagliatelle ausgeben lassen und wunderbar zu asiatisch gewürztem Gemüse passen. Die Kombination mit Brokkoli und süß-scharfer Sauce ist dabei denkbar unkompliziert.
Für die Nudeln wurde in diesem Beispiel eine 8-mm-Tagliatelle-Matrize verwendet. Grundsätzlich können auch andere Matrizen funktionieren. Die genaue Form beeinflusst allerdings, wie empfindlich die frisch extrudierten Reisnudeln bei der weiteren Verarbeitung sind.
Zuerst das Wasser aufkochen und die benötigte Menge von 288 ml abmessen. Es sollte wirklich sehr heiß sein und griffbereit neben der Maschine stehen.
Reismehl, Tapiokamehl und gemahlene Gelatine in die Rührkammer des Pastamakers geben und kurz miteinander vermischen. Anschließend das Programm starten.
Nun wird das heiße Wasser langsam durch die Einfüllöffnung gegeben. Gerade bei diesem Rezept lohnt es sich, nicht alles auf einmal hineinzuschütten. Der Teig soll während des Mischvorgangs eine geeignete Konsistenz entwickeln.
Jetzt kommt der etwas knifflige Teil: Die Nudeln sollten möglichst zügig extrudiert werden. Der Teig trocknet an der Oberfläche schnell aus. Je nach Maschine und Teigkonsistenz kann es deshalb notwendig sein, den Pastamaker kurz zu stoppen und Teigreste aus dem Mischbehälter in Richtung Schnecke nachzuschieben.
Das ist einer der Gründe, weshalb das Rezept eher für diejenigen geeignet ist, die mit ihrem Pastamaker schon ein wenig Erfahrung gesammelt haben.
Bei Reisnudeln muss die Matrize nicht zwingend eine klassische dünne Reisnudelform besitzen. Auch breitere Nudeln lassen sich herstellen.
Die hier verwendete 8-mm-Tagliatelle ergibt breite, flache Nudeln, die sich gut mit Gemüse und einer kräftigen Sauce kombinieren lassen. Für das Rezept ist die konkrete Matrize deshalb eher eine praktische Beispielwahl als eine zwingende Vorgabe.
Wer eine andere Matrize verwenden möchte, kann das grundsätzlich ausprobieren. Die Form sollte allerdings zur besonderen Beschaffenheit des Reisnudelteigs passen.
Bei diesem Rezept empfiehlt es sich, die Reisnudeln frisch zu verwenden. Getrocknet werden sie deutlich bruchempfindlicher.
Das ist bei selbstgemachten Reisnudeln kein ungewöhnliches Verhalten. Auch andere Rezepte für Reisnudeln aus dem Philips Pastamaker arbeiten mit speziell angepassten Mischungen aus Reis und Stärke, weil die Teigstruktur wesentlich empfindlicher ist als bei Weizenpasta.
Wenn beim Extrudieren einzelne Stücke abbrechen oder die ersten Nudeln optisch nicht ganz perfekt werden, müssen diese deshalb keineswegs im Abfall landen.
Für die einfache Variante den Brokkoli in kleine Röschen teilen und garen. Alternativ kann auch bereits gefrorener Brokkoli verwendet werden.
Die frisch extrudierten Reisnudeln anschließend kochen und mit dem Brokkoli vermengen. Dazu kommen Sweet-Chili-Sauce und eine Asia-Gewürzmischung.
Gerade die etwas unregelmäßigen Pastastücke, die bei der Extrusion entstehen können, eignen sich dafür hervorragend. Was beim Aussehen vielleicht nicht für das perfekte Pastafoto taugt, verschwindet auf dem Teller ohnehin zwischen Brokkoli und Sauce.
Die süß-scharfe Sauce passt dabei gut zu den eher milden Reisnudeln. Die breite Oberfläche der Tagliatelle nimmt Sauce und Gewürze gut auf.
Bei Reisnudelteig lohnt sich eine etwas andere Reinigungsstrategie.
Die Teigreste können zunächst vollständig trocknen. Nach einigen Stunden lassen sie sich in der Regel leichter aus den entsprechenden Teilen lösen beziehungsweise herausklopfen.
Kunststoffteile und Gehäuse sollten dagegen direkt nach der Verwendung mit einem lauwarm feuchten Tuch gereinigt werden. So verhindert man, dass feuchte Teigreste antrocknen und später unnötig Arbeit machen.
Für die Reinigung des konkreten Philips-Modells sollte zusätzlich die jeweilige Herstelleranleitung beachtet werden. Philips stellt für verschiedene Pastamaker-Modelle eigene Reinigungs- und Gebrauchshinweise bereit.
Wer eine andere Matrize verwenden möchte und unsicher ist, ob sie für die eigene Maschine und dieses Rezept geeignet ist, kann gerne die konkrete Nudelmaschine nennen und an gisela@gaumen-freun.de schreiben. Dann lässt sich prüfen, welche Matrize dafür infrage kommt.
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