September 24, 2026
Eine Minestrone ist eigentlich genau das, was man sich unter italienischer Hausmannskost vorstellt: Gemüse, Tomaten, Kräuter und Pasta – alles landet in einem Topf und darf gemütlich vor sich hin köcheln.
In diesem Rezept kommt Fregola sarda dazu. Die kleinen, gerösteten Pastakügelchen stammen aus Sardinien und machen aus der Gemüsesuppe eine wunderbar sättigende Mahlzeit. Durch ihre leicht nussige Note durch das Anrösten bringen sie außerdem etwas ganz Eigenes mit.
Das Rezept und die dazugehörigen Fotos wurden uns freundlicherweise von Nadine Faber zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür!
Wer Fregola sarda noch nicht kennt, findet in unserem Beitrag zur Pastasorte Fregula sarda mehr Informationen über diese besondere sardische Pasta.
Fregola sarda kann man als Pastasorte auch fertig kaufen. Wer Fregola wie Nadine selbst herstellen möchte: Für die Herstellung gibt es auch passende Fregola-sarda-Matrizen bei Gaumen-Freunde.
Zum Servieren
1. Gemüse vorbereiten
Karotten, Lauch, Sellerie und Zwiebel in kleine Würfel schneiden. Den Knoblauch hacken. Die Kartoffel schälen und ebenfalls würfeln. Die Zucchini klein schneiden und den Weißkohl in feine Streifen hobeln.
2. Gemüse anschwitzen
Das Olivenöl in einem großen Topf erhitzen. Karotten, Lauch, Sellerie und Zwiebel darin bei mittlerer Hitze etwa 5–7 Minuten anschwitzen. Den Knoblauch dazugeben und kurz mitbraten.
3. Mit Weißwein ablöschen
Falls verwendet, den Weißwein dazugießen und kurz einkochen lassen.
4. Tomaten und Kartoffeln dazugeben
Die Cherrytomaten halbieren und zusammen mit den Dosentomaten und der gewürfelten Kartoffel in den Topf geben. Die Basilikumstängel hinzufügen und mit Salz und Pfeffer würzen.
Die Suppe etwa 15 Minuten bei kleiner Hitze köcheln lassen, bis die Kartoffeln fast gar sind.
5. Zucchini, Kohl und Fregola
Nun Zucchini, Weißkohl und Fregola sarda in den Topf geben. Alles weiterköcheln lassen, bis die Fregola bissfest ist. Das dauert je nach Pasta ungefähr 10 Minuten.
6. Abschmecken
Die Basilikumstängel entfernen. Petersilie und gehacktes Basilikum unterrühren und die Minestrone nochmals mit Salz und Pfeffer abschmecken.
7. Brot rösten
Die Brotscheiben in etwas Olivenöl in einer Pfanne von beiden Seiten goldbraun rösten.
8. Servieren
Die Minestrone auf Schalen verteilen und mit dem gerösteten Brot servieren.
Fregola sarda ist für eine solche Suppe geradezu prädestiniert. Die kleinen Pastakügelchen werden traditionell aus Hartweizengrieß hergestellt und anschließend geröstet. Dadurch bekommen sie ihre charakteristische Farbe und einen leicht nussigen Geschmack.
In der Minestrone nehmen sie außerdem einen Teil der aromatischen Brühe auf, bleiben dabei aber angenehm bissfest. Genau das macht den Unterschied zu sehr kleinen Suppennudeln aus: Die Fregola bringt nicht nur Pasta in die Suppe, sondern auch ordentlich Charakter.
Und natürlich gilt auch hier: Fregola ist nicht gleich Fregola. Je nach Größe und Hersteller kann sich die Kochzeit unterscheiden. Wenn ihr sie frisch macht, sind sie schneller gar, als wenn ihr sie vor der Verarbeitung röstet und/oder trocknet. Deshalb lohnt sich gegen Ende der Garzeit ein kleiner Biss-Test – Pasta möchte schließlich nicht nach Stoppuhr, sondern nach Gefühl gegessen werden. 😉

Minestrone gibt es in unzähligen italienischen Varianten. Das Schöne daran ist, dass sie sich wunderbar an die Jahreszeit und das vorhandene Gemüse anpassen lässt. Hier trifft die klassische Gemüsesuppe auf eine sardische Spezialität – und genau diese Kombination macht das Rezept so interessant.
Rezept und Fotos: Nadine Faber
Vielen Dank an Nadine für die Bereitstellung des Rezepts und der Bilder für Pastalogia.
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