Amori 🍝– die Pasta mit dem Korkenzieher-Dreh

Amori ist eine ungewöhnliche kurze Pasta: spiralförmig gedreht, innen hohl und meist mit feinen Rillen versehen. Die Form erinnert an einen Korkenzieher – und genau deshalb kennt man diese Pasta in Italien und international auch unter dem Namen Cavatappi, also „Korkenzieher“. Weitere Bezeichnungen sind Spirali, Amorosi und Cellentani oder eben einfach Korkenzieher.
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Gisela Martin

August 18, 2026

🇮🇹 Wie entstand die ungewöhnliche Form?

Im Gegensatz zu vielen klassischen italienischen Pastaformen ist diese Spiralnudel vergleichsweise jung.

Die heute bekannte Form soll in den 1960er- bzw. 1970er-Jahren bei Barilla in Parma entstanden sein. Die überlieferte Geschichte ist kurios: Bei der Herstellung einer gerillten Pasta wurde eine Matrize mit spiralförmigem statt geradem Rillenverlauf verwendet. Das Ergebnis war eine Pasta, die sich wie eine kleine Feder oder Spirale wand.

Zeitgleich war der Sänger und Entertainer Adriano Celentano in Italien sehr populär. Wegen seiner federnden, quirligen Bewegungen trug er den Spitznamen „Il Molleggiato“ – der „Federnde“. Daraus soll sich der Name Cellentani entwickelt haben. Diese Namensgeschichte wird häufig erzählt, ist aber nicht lückenlos belegt.

Für die Pastaform hat sich daneben der Name Cavatappi durchgesetzt – das italienische Wort für Korkenzieher und genau unter dem Namen „Korkenzieher“ findet man diese Pasta auch oft in Deutschland.

🌀 Eine Pasta mit Innen- und Außenstruktur

Amori sind hohle Spiralen mit gerillter Oberfläche. Genau diese Kombination macht die Form kulinarisch interessant.

Die Sauce kann in den Hohlraum gelangen, während die Rillen und Windungen gleichzeitig Sauce an der Außenseite festhalten. Dadurch eignen sich Amori besonders für kräftige, cremige und sämige Saucen, aber auch für Pesto, Gemüse- und Fleischsaucen.

Auch für Pasta-Salate und Aufläufe ist die Form gut geeignet.

⚙️ Amori lassen sich nur mit einer Matrize herstellen

Die charakteristische Spiralform entsteht durch Extrusion. Der Pastateig wird durch eine speziell geformte Matrize gepresst und erhält dabei gleichzeitig seine hohle Form, die Rillen und die spiralförmige Drehung.

Mit einem ausgerollten Teigband und einem Messer oder Schneidaufsatz lässt sich diese Form nicht herstellen. Wer Amori selbst produzieren möchte, braucht deshalb eine passende Matrize und eine dafür geeignete Nudelmaschine.

Die Matrizen sind konstruktiv etwas aufwendiger als einfache runde oder flache Formen. Das macht sie in der Herstellung entsprechend etwas teurer.

Bei vielen Ausführungen handelt es sich meistens um zweiteilige Matrizen. Das ist praktisch für die Reinigung, denn die Matrize kann geöffnet werden und auch die Bereiche im Inneren lassen sich erreichen.

Unser Tipp: Vor der ersten Produktion einmal eine Trockenübung machen. Die Matrize ohne Teig öffnen und wieder schließen. So bekommt man ein Gefühl dafür, wo man anfassen muss und wie die beiden Teile zusammengehören. Das macht die spätere Reinigung deutlich entspannter.

🧩 Welche Amori-Matrize passt zu meiner Nudelmaschine?

Amori bzw. Cavatappi-Matrizen gibt es für verschiedene Nudelmaschinen. Welche Ausführung passt, hängt vom jeweiligen Maschinenmodell ab.

Wenn du deine Nudelmaschine nicht in unserem Shop findest oder unsicher bist, welche Matrize benötigt wird, schreib uns einfach unter Gisela@gaumen-freun.de das genaue Modell. Wir schauen gerne nach, ob es eine passende Ausführung gibt.

📌 Amori auf einen Blick

Eigenschaft Amori
Weitere Namen Cavatappi, Spirali, Amorosi, Cellentani
Form spiralförmige, hohle Kurznudel
Oberfläche meist gerillt
Herstellung Extrusion mit Matrize
Handherstellung mit Walze nein
Besonderheit Sauce wird innen und außen aufgenommen
Geeignet für kräftige Saucen, Pesto, Aufläufe, Pasta-Salat

📷 Amori-Matrize


Eine Amori-Matrize formt den Pastateig zu einer hohlen, spiralförmigen Pasta mit gerillter Oberfläche, hier im Zusammenspiel mit Fimar PF25E und einem Adapter mit Universalmatrize. Bei zweiteiligen Matrizen lässt sich die Form nach der Produktion leichter reinigen.

Tipps vom Profi


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FAQ

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Gisela Martin

Gründerin & Pasta-Expertin
Schon als Sechsjährige war Gisela klar: Sie wollte Italienerin werden. Die Liebe zu Italien ist geblieben – und seit über 15 Jahren dreht sich bei ihr alles um Pasta. Als Gründerin von Gaumen Freunde kennt sie Pastaformen, Matrizen und Nudelmaschinen aus dem Effeff und verbindet italienische Kultur mit ihrer Leidenschaft für Pasta.

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