August 18, 2026
Im Gegensatz zu vielen klassischen italienischen Pastaformen ist diese Spiralnudel vergleichsweise jung.
Die heute bekannte Form soll in den 1960er- bzw. 1970er-Jahren bei Barilla in Parma entstanden sein. Die überlieferte Geschichte ist kurios: Bei der Herstellung einer gerillten Pasta wurde eine Matrize mit spiralförmigem statt geradem Rillenverlauf verwendet. Das Ergebnis war eine Pasta, die sich wie eine kleine Feder oder Spirale wand.
Zeitgleich war der Sänger und Entertainer Adriano Celentano in Italien sehr populär. Wegen seiner federnden, quirligen Bewegungen trug er den Spitznamen „Il Molleggiato“ – der „Federnde“. Daraus soll sich der Name Cellentani entwickelt haben. Diese Namensgeschichte wird häufig erzählt, ist aber nicht lückenlos belegt.
Für die Pastaform hat sich daneben der Name Cavatappi durchgesetzt – das italienische Wort für Korkenzieher und genau unter dem Namen „Korkenzieher“ findet man diese Pasta auch oft in Deutschland.
Amori sind hohle Spiralen mit gerillter Oberfläche. Genau diese Kombination macht die Form kulinarisch interessant.
Die Sauce kann in den Hohlraum gelangen, während die Rillen und Windungen gleichzeitig Sauce an der Außenseite festhalten. Dadurch eignen sich Amori besonders für kräftige, cremige und sämige Saucen, aber auch für Pesto, Gemüse- und Fleischsaucen.
Auch für Pasta-Salate und Aufläufe ist die Form gut geeignet.


Die charakteristische Spiralform entsteht durch Extrusion. Der Pastateig wird durch eine speziell geformte Matrize gepresst und erhält dabei gleichzeitig seine hohle Form, die Rillen und die spiralförmige Drehung.
Mit einem ausgerollten Teigband und einem Messer oder Schneidaufsatz lässt sich diese Form nicht herstellen. Wer Amori selbst produzieren möchte, braucht deshalb eine passende Matrize und eine dafür geeignete Nudelmaschine.
Die Matrizen sind konstruktiv etwas aufwendiger als einfache runde oder flache Formen. Das macht sie in der Herstellung entsprechend etwas teurer.
Bei vielen Ausführungen handelt es sich meistens um zweiteilige Matrizen. Das ist praktisch für die Reinigung, denn die Matrize kann geöffnet werden und auch die Bereiche im Inneren lassen sich erreichen.
Unser Tipp: Vor der ersten Produktion einmal eine Trockenübung machen. Die Matrize ohne Teig öffnen und wieder schließen. So bekommt man ein Gefühl dafür, wo man anfassen muss und wie die beiden Teile zusammengehören. Das macht die spätere Reinigung deutlich entspannter.
Amori bzw. Cavatappi-Matrizen gibt es für verschiedene Nudelmaschinen. Welche Ausführung passt, hängt vom jeweiligen Maschinenmodell ab.
Wenn du deine Nudelmaschine nicht in unserem Shop findest oder unsicher bist, welche Matrize benötigt wird, schreib uns einfach unter Gisela@gaumen-freun.de das genaue Modell. Wir schauen gerne nach, ob es eine passende Ausführung gibt.
| Eigenschaft | Amori |
|---|---|
| Weitere Namen | Cavatappi, Spirali, Amorosi, Cellentani |
| Form | spiralförmige, hohle Kurznudel |
| Oberfläche | meist gerillt |
| Herstellung | Extrusion mit Matrize |
| Handherstellung mit Walze | nein |
| Besonderheit | Sauce wird innen und außen aufgenommen |
| Geeignet für | kräftige Saucen, Pesto, Aufläufe, Pasta-Salat |
Eine Amori-Matrize formt den Pastateig zu einer hohlen, spiralförmigen Pasta mit gerillter Oberfläche, hier im Zusammenspiel mit Fimar PF25E und einem Adapter mit Universalmatrize. Bei zweiteiligen Matrizen lässt sich die Form nach der Produktion leichter reinigen.
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