August 19, 2026
Die kleinen, gerillten Nudeln bestehen traditionell aus Hartweizengrieß und Wasser und haben eine leicht gebogene, kompakte Form. Besonders typisch ist ihre gerillte Oberfläche, an der Sauce wunderbar hängen bleibt.
Der Name Malloreddus stammt aus dem Sardischen. Eine häufig genannte Erklärung führt ihn auf malloru, das im Campidanesischen „Stier“ bedeutet, zurück. Die Verkleinerungsform lässt sich sinngemäß als „kleine Stiere“ oder „Kälbchen“ übersetzen. Eine andere Herleitung verweist auf das lateinische malleolus. Die genaue Etymologie ist also nicht ganz eindeutig.
In verschiedenen Gegenden Sardiniens gibt es außerdem verwandte Formen mit anderen Namen. Die Bezeichnung Malloreddus ist besonders mit dem Campidano und dem Süden Sardiniens verbunden.
Für die klassische sardische Variante braucht es erstaunlich wenig: Hartweizengrieß und Wasser.
Anders als bei vielen frischen Pastaformen aus Norditalien gehören Eier nicht zum traditionellen Grundrezept. Regional und außerhalb Sardiniens findet man allerdings auch Varianten mit anderen Zutaten.
Gelegentlich wird der Teig außerdem mit Safran aromatisiert – eine traditionelle Variante, die den Malloreddus ihre gelbliche Farbe und ein feines Aroma gibt.
Die traditionelle Herstellung der Malloreddus ist echte Handarbeit.
Kleine Stücke des festen Teiges werden zu kurzen Röllchen geformt, abgeschnitten und anschließend über ein gerilltes Werkzeug gerollt. Traditionell verwendete man dafür ein Strohsieb, das auf Sardinien unter anderem als su ciuliri oder su cibiru bezeichnet wird. Die Pasta erhielt dadurch ihre typische Form und die charakteristischen Rillen.
Der Strohsieb-Tradition begegnet man heute nur noch selten. Viel praktischer und leichter erhältlich sind kleine Gnocchibrettchen aus Holz, die nach demselben Prinzip funktionieren.>
Eine besonders nostalgische Variante ist das Pettine – ein kammartiges Werkzeug, produziertr aus einem historischen Webstuhlkamm, über das die kleinen Teigstücke gerollt werden. Es erzeugt besonders feine Rillen.
Viele Wege führen also tatsächlich zum Gnocchetto sardo. 😉
Die Pasta gibt es in unterschiedlichen Größen.
Die größeren Varianten werden häufig als Gnocco Sardo bezeichnet, während die kleineren Gnocchetti Sardi genannt werden.
Bei unseren Matrizen gibt es beispielsweise größere Ausführungen mit etwa 20 bis 30 mm Länge sowie eine kleinere Variante mit etwa 10 mm für Gnocchetti Sardi.
Wer viele Malloreddus herstellen möchte, muss allerdings nicht jedes einzelne Stück von Hand über ein Brettchen rollen.
Mit einer passenden Matrize lassen sich die sardischen Gnocchetti auch mit einer Nudelmaschine herstellen. Dabei wird der feste Pastateig durch die speziell geformte Matrizenöffnung gepresst und erhält dabei seine charakteristische Form und Rillen.
Matrizen für Gnocco Sardo beziehungsweise Gnocchetti Sardi gibt es für zahlreiche Nudelmaschinen – beispielsweise für Kenwood, Philips Pastamaker, Fattorina, Fimar oder KitchenAid. Je nach Maschine unterscheiden sich Matrize und Aufnahme.
Die Matrizen sind sowohl aus POM als auch aus Bronze erhältlich.
Wer besonders schnell größere Mengen produzieren möchte, kann auch eine handbetriebene Pastamaschine wie die Divina verwenden. Die Divina ist eine besondere Nudelmaschine, sie ist vergleichsweise günstig, die Produktion geht so schnell, so dass man sie immer häufiger auch in Restaurantküchen antrifft und – ich kann mir auch nicht erklären warum- mit der Divina zu kurbeln macht einfach gute Laune. Und schaut mal wie toll die Gnocchetti sardi mit der Divina werden.
Da es unterschiedliche Aufnahmen und Matrizen für die verschiedenen Maschinen gibt, sollte man vor dem Kauf das genaue Modell prüfen.
Wenn du deine Nudelmaschine nicht im Shop findest oder unsicher bist, welche Matrize passt, schreib uns einfach unter Gisela@gaumen-freun.de. Nenne uns dein Maschinenmodell – wir schauen gerne nach der passenden Ausführung.
Die gerillte Oberfläche macht Malloreddus zu einer hervorragenden Pasta für kräftige Saucen.
Besonders bekannt ist Malloreddus alla Campidanese, traditionell mit einer würzigen Sauce aus Tomaten und sardischer Wurst, häufig ergänzt durch Safran und Pecorino. Auch Fleischsaucen, Tomatensaucen oder einfach Pecorino und etwas Olivenöl passen hervorragend zu den kleinen gerillten Nudeln.
| Eigenschaft | Gnocco Sardo / Malloreddus |
|---|---|
| Herkunft | Sardinien, Italien |
| Sardischer Name | Malloreddus |
| Weitere Bezeichnung | Gnocchetti Sardi |
| Traditioneller Teig | Hartweizengrieß und Wasser |
| Form | kurze, gebogene und gerillte Pasta |
| Größen | ca. 10 bis 30 mm, je nach Variante |
| Traditionelle Herstellung | von Hand über Strohsieb oder Gnocchibrettchen |
| Moderne Herstellung | Extrusion mit Matrize |
| Typisches Gericht | Malloreddus alla Campidanese |
Matrize zur Herstellung von Gnocco Sardo beziehungsweise Malloreddus. Je nach Ausführung entstehen größere Gnochetti oder die kleineren Gnocchetti Sardi.
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