Funghi 🍄– die kleine Pasta, die wie ein Pilz aussieht

Ein kleiner Pasta-Pilz, ein Kreisel oder vielleicht doch ein Vulkan?
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Gisela Martin

August 14, 2026

Bei dieser ungewöhnlichen Pastaform ist die Namensvielfalt fast so interessant wie die Form selbst. Funghi bedeutet auf Italienisch schlicht „Pilze“ – und wenn man die kleinen Nudeln betrachtet, ist schnell klar, woher der Name kommt. Mit ihrem schmaleren Fuß und dem darüberliegenden, gewellten „Hütchen“ erinnern sie tatsächlich ein wenig an kleine Pilze.

Je nach Hersteller und Region findet man die Form aber auch unter Namen wie Trottole, Chiocciole (auf Deutsch: Schnecke), Trulli oder Vesuvio. Ganz einheitlich ist die Namensgebung dabei nicht. Besonders der Name Trottole führt in eine andere Richtung: trottola bedeutet auf Italienisch Kreisel  – und auch diese Beschreibung passt erstaunlich gut.

Was alle diese Bezeichnungen gemeinsam haben, ist die ungewöhnliche Form. Und die entsteht nicht durch sorgfältiges Formen mit den Händen, sondern durch Extrusion mit einer Matrize.

🇮🇹 Funghi, Trottole oder Vesuvio?

Bei kaum einer Pastaform ist die Frage „Wie heißt sie eigentlich?“ so interessant.

Funghi lässt sich ganz einfach mit „Pilze“ übersetzen. In Deutschland begegnet man deshalb auch Bezeichnungen wie Hütchennudeln oder – regional – Schneckle. In italienischen Formenverzeichnissen findet man Funghi ebenfalls unter den Bezeichnungen Chiocciole und Trottole.

Der Name Trottole hat einen ganz anderen Ursprung: Eine trottola ist ein Kreisel. Die Pasta erinnert mit ihrem gedrehten, spiralförmigen Aufbau tatsächlich an einen kleinen Kreisel, der sich um seine eigene Achse dreht.

Und dann gibt es noch den Namen Vesuvio. Diese Bezeichnung wird für eine sehr ähnliche, stark gewundene Pastaform verwendet und spielt auf den Vulkan Vesuv bei Neapel an. Gerade bei italienischen Pastaformen sollte man sich deshalb nicht zu sehr an einen einzigen Namen klammern: Hersteller und Regionen verwenden teilweise unterschiedliche Bezeichnungen für verwandte Formen.

Für unsere Funghi-Matrize ist der Name dennoch treffend: Die fertige Pasta erinnert tatsächlich an kleine Pilze.

📏 Wie sehen Funghi aus?

Funghi gehören zu den kurzen, extrudierten Pastaformen.

Charakteristisch ist der schmale Mittelteil mit dem darüberliegenden, gewellten und spiralförmigen Bereich. Dadurch entstehen kleine Hohlräume und zahlreiche Kanten, an denen Sauce hängen bleibt.

Die genaue Größe ist nicht einheitlich. Bei industriellen Matrizen finden sich beispielsweise Ausführungen mit einem Formdurchmesser von etwa 6,5 bis 11 mm. Es gibt auch XL-Varianten mit ca. 20 mm Durchmesser. Je nach Matrize kann die fertige Pasta also durchaus unterschiedlich groß ausfallen.

Das ist bei dieser Pastaform besonders wichtig: Bei einer Matrize bezeichnet das Maß der Form nicht einfach die Länge der fertigen Nudel. Die Pasta entsteht beim Extrudieren dreidimensional und kann sich je nach Teig und Verarbeitung unterschiedlich ausformen.

⚙️ Warum Funghi eine Matrize brauchen

Hier wird es bei dieser Pastaform besonders interessant.

Eine Spaghetti- oder Tagliatelleform kann man sich relativ leicht von Hand vorstellen: Teig ausrollen, schneiden, fertig.

Bei Funghi funktioniert das nicht.

Die charakteristische Form entsteht dadurch, dass der Nudelteig durch eine speziell geformte Matrizenöffnung gepresst wird. Erst während dieses Vorgangs bekommt der Teig seine typische Kombination aus schmalem Mittelteil und gewelltem, gedrehtem Bereich.

Mit den Fingern lässt sich eine ähnliche Form vielleicht nachahmen. Das wäre aber nicht mehr die Funghi, wie sie durch die entsprechende Matrize entsteht.

Deshalb gehört diese Pasta zu den Formen, bei denen die Matrize nicht einfach ein praktisches Hilfsmittel ist. Sie ist der eigentliche Schlüssel zur Form.

 

🧩 Welche Funghi-Matrize passt zu meiner Nudelmaschine?

Wer Funghi selbst herstellen möchte, braucht neben der passenden Nudelmaschine auch eine Funghi-Matrize, die mit der jeweiligen Maschine kompatibel ist.

Dabei ist die Auswahl nicht ganz so einfach, denn Nudelmaschinen verwenden unterschiedliche Matrizenaufnahmen. Eine Funghi-Matrize, die für eine Kenwood Pastafresca passt, passt deshalb nicht automatisch auch für eine Philips Pastamaker, Marcato oder eine andere Maschine. Bei manchen Modellen wird außerdem ein Adapter benötigt.

Die passende [Funghi-Matrize] kann direkt nach Nudelmaschine und Modell ausgewählt werden.

Du bist dir nicht sicher, welche Matrize zu deiner Maschine passt? Dann schreib uns einfach unter Gisela@gaumen-freun.de, welche Nudelmaschine du verwendest. Am besten nennst du gleich das genaue Modell – wir schauen gerne nach, welche Funghi-Matrize dafür geeignet ist, und schicken dir den passenden Link.

Wichtig: Entscheidend ist immer das genaue Maschinenmodell und nicht nur der Herstellername.

 

🏺 Eine Pastaform aus der Extrusion

Anders als bei vielen alten handgeformten Pastaarten lässt sich bei Funghi keine aufwendige traditionelle Handformung beschreiben, bei der jedes einzelne Stück zwischen den Fingern entsteht.

Die Form gehört vielmehr in die Welt der extrudierten Pasta: Teig wird unter Druck durch eine Matrize gedrückt und erhält dabei seine endgültige Gestalt.

Das erklärt auch, warum Funghi in der heimischen Küche ohne Pastamaschine eher eine ungewöhnliche Herausforderung wären.

Wer diese Form selbst herstellen möchte, braucht eine entsprechende Matrize und eine Nudelmaschine, die dafür geeignet ist.

🛠️ Funghi rigati – kleine Rillen mit großer Wirkung

Bei Matrizen findet man neben Funghi lisci auch die Bezeichnung Funghi rigati.

Rigati bedeutet „gerillt“ oder „geriffelt“. Auf den ersten Blick könnte man deshalb erwarten, dass die fertige Pasta deutlich sichtbare Längsrillen besitzt.

Bei dieser Form ist das allerdings nicht unbedingt der Fall.

Die feinen Streifen bzw. Rillen befinden sich in der Matrizenöffnung und sind bei der fertigen Pasta kaum beziehungsweise nur sehr dezent zu erkennen. Sie haben hier vor allem eine technische Funktion: Die kleine Struktur unterstützt die stabile Ausgabe der ungewöhnlich geformten Pasta.

Das ist ein schönes Beispiel dafür, dass eine Matrize nicht nur bestimmt, wie Pasta aussieht, sondern auch Einfluss darauf hat, wie zuverlässig sie sich herstellen lässt.

Auf dem oberen Bild seht ihr im unteren linken Bereich der Fräsung zwei fast unmerkliche feine Rillen. Auf der fertigen Pasta sind diese Rillen kaum sichtbar. Sie unterstützen jedoch die stabile Extrusion der ungewöhnlich geformten Pasta.

🍝 Was passt zu Funghi?

Bei einer Pasta mit so vielen kleinen Kanten und Hohlräumen darf die Sauce ruhig etwas kräftiger ausfallen.

Funghi halten cremige, würzige und sämige Saucen besonders gut fest. Auch Tomatensaucen, Käse- oder Gemüsesaucen passen hervorragend zu der Form.

Und natürlich liegt auch eine Kombination mit Pilzen nahe. Italienische Gerichte mit Pilzen und Pasta sind weit verbreitet – und bei einer Pasta, die schon „Funghi“ heißt, wirkt die Kombination fast schon selbstverständlich.

Die Form eignet sich außerdem gut für Pasta-Salate. Die kleinen, kompakten Stücke lassen sich gut mit Gemüse, Käse, Kräutern und anderen Zutaten kombinieren.

Wer Funghi zum ersten Mal probiert, merkt deshalb schnell: Die ungewöhnliche Form ist nicht nur ein Hingucker. Sie bringt auch einiges an Sauce mit auf die Gabel.

🌋 Warum Vesuvio ein passender Name ist

Der Name Vesuvio gefällt uns bei dieser Pastaform besonders gut.

Schaut man sich eine stark gedrehte Variante der Form an, erinnert sie tatsächlich an einen kleinen Vulkan: unten schmaler, nach oben breiter und mit einer deutlich gewundenen Struktur.

Der Bezug zum Vesuv passt außerdem geografisch zu den Pastaformen aus Kampanien, mit denen Trottole bzw. Vesuvio in Verbindung gebracht werden.

Damit erzählen die verschiedenen Namen im Grunde alle ein kleines Stück der Form:

Funghi – weil sie an Pilze erinnern.
Trottole – weil sie wie kleine Kreisel wirken.
Vesuvio – weil ihre Form an einen Vulkan erinnert.

Vielleicht ist gerade diese Namensvielfalt das Schönste an dieser kleinen Pasta.

📌 Funghi auf einen Blick

Eigenschaft Funghi / Trottole
Pastaart Kurze, extrudierte Pasta
Form Pilz-, Kreisel- bzw. spiralförmige Form
Namen Funghi, Trottole, Chiocciole, Trulli, teilweise Vesuvio
Typische Größe je nach Matrize unterschiedlich
Herstellung Extrusion durch eine speziell geformte Matrize
Handherstellung Die charakteristische Form lässt sich nicht ohne Matrize reproduzieren
Oberfläche glatt oder als Funghi rigati leicht geriffelt
Besonders geeignet für cremige, kräftige und sämige Saucen
Ebenfalls geeignet für Pasta-Salate

📷 Die Matrize hinter der ungewöhnlichen Form

Eine Funghi-Matrize sieht zunächst fast komplizierter aus als die fertige Pasta. Erst wenn man die Öffnung genauer betrachtet, wird klar, wie daraus die kleinen „Pilze“ entstehen.

Die Form der Matrizenöffnung bestimmt dabei ganz wesentlich das spätere Aussehen der Pasta.


Funghi-Matrize zur Herstellung der charakteristischen pilz- bzw. kreiselförmigen Pasta. Durch die speziell geformte Öffnung erhält der Nudelteig beim Extrudieren seine ungewöhnliche Gestalt. Diese Matrize hier ist für die Fimar Nudelmaschine PF25E, MPF2.5 passend. Natürlich gibt es die Matrize auch für alle anderen auf dem Markt verfügbaren Nudelmaschinen.

🍄 Eine kleine Pasta mit vielen Namen

Funghi sind ein schönes Beispiel dafür, wie vielfältig die Welt der Pastaformen ist.

Eine einzige Form kann je nach Hersteller und Region als Pilz, Kreisel oder sogar Vulkan beschrieben werden. Technisch ist sie dagegen erstaunlich eindeutig: Ohne die passende Matrize wäre die charakteristische Form nicht herzustellen.

Und genau das macht Funghi so interessant. Sie sehen verspielt aus, sind aber ein kleines Stück Pasta-Technik – und zeigen, was möglich wird, wenn Teig und Matrizenform perfekt zusammenspielen.

Tipps vom Profi


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FAQ

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Gisela Martin

Gründerin & Pasta-Expertin
Schon als Sechsjährige war Gisela klar: Sie wollte Italienerin werden. Die Liebe zu Italien ist geblieben – und seit über 15 Jahren dreht sich bei ihr alles um Pasta. Als Gründerin von Gaumen Freunde kennt sie Pastaformen, Matrizen und Nudelmaschinen aus dem Effeff und verbindet italienische Kultur mit ihrer Leidenschaft für Pasta.

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