August 23, 2026
Auf Sardinien heißt sie Fregula oder Fregua, während sich im Italienischen die Bezeichnung Fregola durchgesetzt hat. Die sardische Form fregula gilt dabei als die ursprüngliche Bezeichnung. Auch die Accademia della Crusca bestätigt diese Unterscheidung.
Traditionell wird Fregula aus Hartweizengrieß und Wasser hergestellt. Regional gibt es auch Varianten, bei denen beispielsweise Ei verwendet wird.
Das Besondere ist jedoch nicht der Teig, sondern seine Verarbeitung.
Der Teig wird traditionell in einer großen Terrakottaschüssel, auf Sardinien beispielsweise Tianu oder scivedda genannt, mit kreisenden Bewegungen der Hand verarbeitet. Dabei wird nach und nach Wasser zur Semola gegeben und die Hand bewegt sich ständig weiter.
So entstehen nach und nach kleine, unregelmäßige Kügelchen. Das braucht Übung – und vor allem eine erstaunlich schnelle und gleichmäßige Handbewegung.
Anschließend wird die Fregula getrocknet und traditionell im Ofen geröstet. Dadurch bekommt sie ihre charakteristische goldene bis leicht bräunliche Farbe und ihr nussiges Röstaroma.
Natürlich kann man Fregula auch mit einer Matrize herstellen.
Allerdings ist dabei ein wenig Schnelligkeit gefragt: Die frisch extrudierten kleinen Stücke müssen zügig abgeschnitten werden, damit möglichst viele kleine Kügelchen entstehen.
Ich mag Fregula besonders gerne geröstet – und dafür muss man nicht unbedingt den traditionellen Weg über den Backofen gehen.
Die frisch hergestellten Nudeln einfach in eine Pfanne ohne Öl geben, so wie man beispielsweise Pinienkerne röstet. Bei niedriger Temperatur immer wieder etwas umrühren.
Ihr werdet überrascht sein, wie schnell die kleinen Nudeln trocknen und dabei eine wunderschöne goldgelbe Farbe bekommen.
Und dann kommt der spannende Moment: Die Röstaromen verändern den Geschmack der Pasta ganz enorm.
Das ist keine Pasta, die einfach nur wie normale Nudeln schmeckt. Probiert es aus – es ist wirklich ein kleiner Hochgenuss.
Auf Sardinien wird Fregula besonders gerne mit Fisch und Meeresfrüchten kombiniert, beispielsweise mit Muscheln. Auch Zubereitungen ähnlich einem Risotto sind beliebt, bei denen die Fregula direkt in Brühe oder Sauce gegart wird. Durch ihre poröse Oberfläche nimmt sie Flüssigkeit und Aromen sehr gut auf.
Aber auch Gemüse, Tomaten, Fleisch oder sardischer Pecorino passen hervorragend zu den kleinen Kügelchen.
| Eigenschaft | Fregula Sarda |
|---|---|
| Herkunft | Sardinien, Italien |
| Sardischer Name | Fregula / Fregua |
| Italienische Bezeichnung | Fregola |
| Form | kleine, unregelmäßige Kügelchen |
| Traditioneller Teig | Hartweizengrieß und Wasser |
| Traditionelle Herstellung | Handarbeit in einer Terrakottaschüssel |
| Besonderheit | anschließend traditionell geröstet |
| Matrizenherstellung | möglich, z. B. mit einer Risoni-Matrize |
| Typische Gerichte | Fisch, Muscheln, Meeresfrüchte, Gemüse |


Fregula lässt sich auch mit einer Matrize herstellen. Links das Format für den Philips Pastamaker. Rechts in Messing als Universalformat. Passt mit Adapter in sehr vielen Nudelmaschinen
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