September 19, 2026
Die Marcato Atlas ist für mich ein echter Klassiker unter den Nudelmaschinen. Eine dieser Maschinen, die man einmal kauft und dann gefühlt ewig hat.
Natürlich gibt es inzwischen immer wieder sehr günstige Nudelmaschinen beim Discounter. Ich habe selbst einige davon ausprobiert – und bei mir war die Freude meistens eher von kurzer Dauer. Wenn du also weißt, dass du häufiger frische Pasta machen möchtest, würde ich lieber einmal richtig kaufen.
Die Atlas ist robust, lässt sich vielseitig einsetzen und kann mit entsprechendem Zubehör noch erweitert werden. Doch dazu am Ende vom Rezept mehr.

atlas 150 black in use
Marcato empfiehlt für etwa 6 Personen folgende Menge:
| Zutat | Menge |
|---|---|
| Mehl Tipo 00 | 250 g |
| Hartweizenmehl / Semola | 250 g |
| Eier | 5 Stück |
| Wasser | nach Bedarf |
Wichtig beim Wasser: Hier geht es nicht darum, einfach eine bestimmte Menge Wasser dazuzugeben. Marcato gibt für dieses Rezept eine Gesamtmenge der Flüssigkeit von etwa 250 g an. Die Eier werden also zunächst gewogen und anschließend mit Wasser auf insgesamt ungefähr 250 g Flüssigkeit aufgefüllt.
Das ist wesentlich zuverlässiger, als sich auf die Größe der Eier zu verlassen – denn Ei ist nun einmal nicht immer gleich Ei. 😉

atlas 150 copper
Mehl Tipo 00 und Semola in eine Schüssel geben. Eier hinzufügen und zunächst mit einer Gabel vermischen. Anschließend nach und nach so viel Wasser ergänzen, dass die Gesamtmenge der Flüssigkeit etwa 250 g beträgt.
Den Teig anschließend von Hand gründlich kneten, bis er schön glatt und elastisch ist.
Den fertigen Teig in vier gleich große Stücke teilen.
Jetzt kommt der Teil, für den die Atlas gebaut wurde.
Die Walzen zunächst auf Stufe 0 einstellen. Ein Teigstück etwas flach drücken und durch die glatten Walzen laufen lassen.
Die Teigplatte anschließend auf beiden Seiten leicht mit Mehl bestäuben, einmal zusammenfalten und erneut durch die Walzen laufen lassen.
Danach wird der Teig Schritt für Schritt dünner:
Stufe 0:
Zum ersten Ausrollen und Bearbeiten des Teigstücks. Hier darf der Teig ruhig noch relativ dick sein.
Stufe 1:
Die Teigplatte wird weiter ausgerollt und gleichmäßiger.
Stufe 2:
Jetzt wird sie bereits deutlich dünner.
Stufe 3:
Eine gute Zwischenstufe für viele Anwendungen.
Stufe 4:
Hier wird die Teigplatte schon recht dünn und eignet sich beispielsweise gut für feinere Pasta.
Stufe 5:
Sehr dünner Teig – beispielsweise für feine Lasagneplatten oder sehr dünne gefüllte Pasta.
Stufe 6:
Noch dünner. Diese Stufe ist interessant, wenn wirklich sehr feine Teigplatten gewünscht sind.
Stufe 7:
Die dünnste Einstellung der klassischen Atlas-Walze. Hier ist der Teig bereits ausgesprochen fein.
Welche Stufe am Ende die richtige ist, hängt davon ab, was daraus werden soll. Für Lasagne, Tagliatelle oder gefüllte Pasta kann also durchaus eine unterschiedliche Teigdicke sinnvoll sein.
Und noch ein kleiner Praxistipp: Wird die Teigplatte beim Ausrollen sehr lang, ist eine Teigstütze beziehungsweise Rutsche ausgesprochen praktisch. Gerade bei längeren Bahnen verhindert sie, dass die fertige Teigplatte irgendwo auf dem Tisch einen kleinen Ausflug veranstaltet.
Die Atlas kann mit verschiedenen Schneidaufsätzen ergänzt werden. Damit lassen sich aus den Teigplatten beispielsweise unterschiedliche Bandnudeln schneiden.
Und wer irgendwann keine Lust mehr auf Kurbeln hat, kann die Maschine auch mit einem Motor ausstatten.
Das ist übrigens nicht nur eine Frage der Bequemlichkeit. Wenn das Kurbeln mit zunehmendem Alter oder durch weniger bewegliche oder schmerzende Hände irgendwann unangenehm wird, kann ein Motor ein wirklich praktisches Stück Zubehör sein. Die Maschine selbst muss deshalb noch lange nicht in Rente gehen.
Auch wenn dieses Rezept von Marcato für die Atlas empfohlen wird, ist es natürlich nicht auf diese eine Maschine beschränkt.
Der Teig lässt sich ebenso mit anderen Nudelwalzen verarbeiten – beispielsweise mit anderen Handkurbelmaschinen oder Walzenaufsätzen für Küchenmaschinen wie Kenwood, KitchenAid, Bosch & co.
Die Atlas ist also der Klassiker – aber der Teig darf durchaus fremdgehen. 😉
Im Foto unten seht ihr übrigens Otello, ein echter Hingucker auch aus dem Hause Marcato.
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Für das Marcato-Rezept werden Tipo 00 und Hartweizenmehl beziehungsweise Semola verwendet. Die Kombination ergibt einen elastischen Nudelteig, der sich gut durch die Walzen der Atlas verarbeiten lässt.
Bei dem Marcato-Rezept werden fünf Eier verwendet und anschließend mit Wasser auf insgesamt etwa 250 g Flüssigkeit aufgefüllt. Die genaue Wassermenge hängt deshalb vom Gewicht der verwendeten Eier ab.
Die Atlas wird zunächst auf Stufe 0 eingestellt. Danach wird der Teig schrittweise dünner ausgerollt. Je nach gewünschter Teigdicke kann man bis Stufe 7 gehen. Welche Stufe am besten passt, hängt davon ab, ob man beispielsweise Lasagne, Tagliatelle oder gefüllte Pasta herstellen möchte.
Marcato empfiehlt, den Teig zunächst durch die glatten Walzen auf Stufe 0 laufen zu lassen, anschließend leicht zu bemehlen und die Teigplatte zu falten. Danach wird sie erneut durch die Walzen geführt und schrittweise dünner ausgerollt.
Das von Marcato angegebene Rezept aus 250 g Tipo 00, 250 g Semola und 5 Eiern ist für etwa 6 Personen ausgelegt. Je nach Hauptgericht, Sauce und Hunger kann die tatsächliche Menge natürlich etwas variieren.
Ja. Das Rezept ist zwar für die Marcato Atlas angegeben, der Teig lässt sich aber ebenso mit anderen Nudelmaschinen und Walzenaufsätzen verarbeiten, beispielsweise mit Handkurbelmaschinen oder Walzen für Küchenmaschinen.
Ja. Die Atlas kann mit einem Motor ausgestattet werden. Das macht das Ausrollen schneller und komfortabler. Besonders praktisch kann der Motor sein, wenn das Kurbeln mit der Zeit durch weniger bewegliche oder schmerzende Hände unangenehm wird.
Bei längeren Teigbahnen kann eine Teigstütze beziehungsweise Rutsche sehr hilfreich sein. Sie unterstützt die Teigplatte beim Austritt aus den Walzen und verhindert, dass lange Teigbahnen auf dem Tisch herunterhängen oder sich verheddern.
Eine allgemeingültige Atlas-Stufe gibt es dafür nicht. Die gewünschte Teigdicke hängt vom jeweiligen Gericht und vom persönlichen Geschmack ab. Deshalb ist die Einteilung der Atlas von Stufe 0 bis 7 eher als praktischer Orientierungsrahmen zu verstehen.